Die Grünen im Kreis Biberach

Kreismitgliederversammlung am 25.09.

Am Dienstag, 25. September, trifft sich der Kreisverband Biberach von Bündnis 90 / Die Grünen zu einer Mitgliederversammlung. 

Auf der Agenda sind die Besprechung der zentralen Themen für 2019, allen voran die Organisation des Politischen Aschermittwochs in Biberach und die Kommunal- und Europawahl im Mai.  Zudem stehen Delegiertenwahlen an für die nächste Bundeskonferenz der Grünen in Leipzig und Nachwahl einer Beisitzerin im Vorstand. 

Beginn ist um 20 Uhr im Restaurant Rosengarten, Gammertinger Straße 25 in Riedlingen. Die Versammlung ist öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen.  

Podium zum demokratischen Engagement

Unter dem Titel „Demokratie, ich mach mit“ findet am Donnerstag, 20.09. ab 19 Uhr in der Kundenhalle der Kreissparkasse eine Podiumsdiskussion statt.

Der Eintritt ist frei.

Fünf politisch Engagierte VertreterInnen aus der Region erzählen warum und wie sie sich politisch einbringen.

Die Junggrüne Alina Welser vertritt unsere Partei auf dem Podium.

Die Sehnsucht nach dem Frühling - Theaterstück über eine syrische Familie

Was im März 2011 als friedlicher Protest gegen eine repressive Diktatur begann, wurde zum blutigsten Konflikt unserer Gegenwart. In die Katastrophe mündete der Konflikt aber erst, nachdem er sich durch Einmischung von außen zu einem Stellvertreterkrieg entwickelt hat. Der Friede in Syrien ist in unvorstellbare Ferne gerückt und kann nur über Waffenstillstand, Verhandlungen, Wiederaufbau und Demokratisierung gelingen.

Der Konflikt erscheint wie ein gordischer Knoten. Einerseits wird die Opposition brutal unterdrückt, andererseits ist das Land bis heute in den Bereichen Bildung, Gesundheit, religiöse Toleranz ein Musterland im Nahen Osten.

Im Zentrum des Theaterstücks steht eine syrische Familie, zerrissen wie das Land. Über ihr Schicksal erfahren wir nicht nur die ganze Bitterkeit des Krieges, wir nehmen auch Anteil an dem Bemühen syrischer Menschen um ein friedliches Miteinander, um Versöhnung.

Sonntag, 23.09., 18 Uhr, Martin Luther Gemeindehaus Biberach, Waldseer Str. 20

Eintritt VVK 12 €, AK 15 €, ermäßigt 7 € (Schüler, Studenten, Geflüchtete)
Reihe 1 und 2 Sponsorenplätze 20 €; sonst freie Platzwahl

Vorverkauf: Stadtbuchhandlung Biberach oder im Internet: www.friedensbuendnis-bc.de

Veranstalter: Friedensbündnis Biberach, Bündnis für Demokratie und Toleranz im
Landkreis Biberach, Ökumenische Flüchtlingsarbeit der Diakonie und Caritas (ÖFA);
Bündnis90/ Die Grünen KV Biberach

 

Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst sowie durch LEZ, die GLS-Treuhand e.V. und die BGAG-Stiftung Walter Hesselbach

Jahreshauptversammlung - Rückblick

Die Mitglieder des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen blicken auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr zurück. Am Anfang der Jahreshauptversammlung stand der Kassenbericht, gefolgt von der Entlastung des Vorstandes, den die Mitglieder ohne Gegenstimmen bestätigten.

Vorstandssprecherin Cornelia Furtwängler berichtete in Ihrer Rückschau von zahlreichen Terminen und Veranstaltungen. So lockte auch in diesem Jahr wieder der Politische Aschermittwoch zahlreiche Besucher und Prominente aus Nah und Fern nach Biberach. Die Reden von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Cem Özdemir und MdB Claudia Roth fanden bundesweite Beachtung.

Des Weiteren konnte auf einen erfolgreichen Bundestagswahlkampf zurückgeblickt werden. Dank dem großen Einsatz zahlreicher Mitglieder, sei es beim Anbringen hunderter Plakate, an den Wahlkampfständen oder im Hintergrund bei der Wahlkampforganisation, konnte unsere sympathische Kandidatin, Dr. Anja Reinalter, ein sehr gutes Resultat deutlich über dem Bundesdurchschnitt erzielen.

Ein weiteres Highlight war sicherlich die äußerst gut besuchte Präsentation des Öko-Thrillers „Die Akte Glyphosat“ mit Autor Helmut Burtscher und MdEP Maria Heubuch. Ein deutliches Indiz, dass das Thema Glyphosat und Pestizideinsatz die Menschen im Landkreis bewegt.

Umso enttäuschter mussten die anwesenden Mitglieder die mangelnde Resonanz auf die Grüne Initiative „Pestizidfreier Landkreis“ zur Kenntnis nehmen (hier mehr dazu). Es wurden alle 45 Kommunen im Landkreis direkt angeschrieben, zudem zahlreiche Fraktionen und Gremienvertreter persönlich angesprochen. Doch leider konnte in den vergangenen drei Monaten keine Gemeinde im Kreisgebiet davon überzeugt werden, sich neu dem Bündnis der Pestizidfreien Kommunen anzuschließen.

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen möchte daher nochmals alle Vertreter der Gremien dazu aufrufen, sich mit dem Thema zu befassen. Die Hürden sind bei näherer Betrachtung nicht sonderlich hoch. Ein Giftverzicht auf gemeindeeigenen Flächen ist vergleichsweise einfach umzusetzen und wäre ein wichtiges Signal an die Menschen in der Region. Der Kreisverband steht hier auch gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Pestizidfreie Kommunen gefordert

Das Artensterben, insbesondere das Insekten– und Vogelsterben, wird zunehmend auch in Oberschwaben erfahrbar und messbar. Die Vielfalt der Arten und das biologische Gleichgewicht sind bedroht. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Einsatz von Herbiziden und Insektiziden. Wildblumen und -kräuter, Bienen und andere Insekten, und - in Folge des Nahrungskreislaufs - Vögel und Wildtiere sind extrem davon betroffen. Darüber hinaus sind die Qualität der Böden und des Wassers zunehmend beeinträchtigt. In vielen Städten und Gemeinden werden sowohl auf Kulturland (gärtnerisch genutzte Flächen wie Beete, Begrünungen, Parks, Rasenflächen) als auch auf Nichtkulturland (Straßen, Wege, Parkplätze, Sport- und Spielplätze ohne Rasen) Pestizide eingesetzt.

Häufigstes Mittel: Glyphosat

Häufigstes Mittel ist Glyphosat, das Wildkräuter auf Verkehrsflächen und Plätzen beseitigt. Aber auch Insektizide und Fungizide finden Einsatz, zum Beispiel in Rosengärten gegen Pilzkrankheiten und Blattläuse. So dezimieren Insektizide nicht nur die Blattläuse, sondern sie töten und schädigen auch Honigbienen ... mehr

Mit den Grünen bei der Staudengärtnerei Gaißmayer

An einem Sommerabend durch duftende Kräuter und Stauden geführt zu werden, ist pure Erholung. Wenn Dieter Gaißmayer, der Staudengärtner aus Illertissen, zu jeder Pflanze eine Geschichte und Informationen gibt, ist darüber hinaus Wissenserweiterung angesagt.

Die Kreisgrünen haben im Juni unter dem Aspekt „Artenvielfalt fängt im Garten an“ zu dieser Führung eingeladen. Gaißmayer redet sich als überzeugter Biogärtner in Rage, wenn er von den toten Steinwüsten  in den modernen Vorgärten berichtet. Er erinnert an das Gartengedächtnis aus Kindheitstagen, das von Grün, nicht von Grau bestimmt ist. Bei ihm im Garten summt und brummt es noch. In unendlichen Ecken und Nischen sind verschiedenste Standorte  und Pflanzenarten anzutreffen. Und es duftet nach Natur.

Während er vorträgt, dreht er ein Heugras, das eigentlich in jede Wiese zur Bereicherung gehört. Am Ende der Veranstaltung wissen die Besucher, was der Duft von einer Heuwiese im Vergleich zum öden eintönigen Intensivrasen bedeutet. Unter die Freude an der Artenvielfalt im Staudengarten mischt sich die Sorge um die Gleichgültigkeit der Menschen, die zu sorglos mit der Schöpfung umgehen.

Gaißmayer appelliert an die Kreisgrünen: „Schaut, dass die Grünen ihrem Namen gerecht werden!  Wo werden die alten Naturschutzziele von der Regierung wirklich verfolgt und umgesetzt?“ Die Ideen seien da, die Gesetze und Verbote, damit Boden und Grundwasser erhalten bleiben, fehlten aber. Robert Wiest, Mitglied im Vorstand der Kreisgrünen, verspricht das Anliegen mit zu den Landesgrünen nach Stuttgart zu nehmen.

Gentechnik: Parlament verpasst Umweltministerin Schulze einen Denkzettel

Das Europäische Parlament hat heute einen Einspruch gegen den Import der gentechnisch veränderten, Glyphosat-resistenten Zuckerrübensorte H7-1 der Firmen Monsanto und KWS verabschiedet. Deutschland hat bei der Abstimmung im Berufungsausschuss am 26. April für den Import gestimmt. Maria Heubuch, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, kommentiert: „Frau Umweltministerin Schulze muss sich überlegen, ob sie auf Seiten der Chemieriesen stehen will oder auf Seite der Umwelt. Sie beteuert zwar, Pestizide strenger regulieren zu wollen. Dies steht jedoch im Widerspruch zu ihrem Durchwinken von Pflanzen, die extra gentechnisch so manipuliert wurden, dass sie mit vielen Pestiziden gespritzt werden können – und sollen.

Die letzte GroKo hatte sich bei Abstimmungen zum Gentechnik-Import regelmäßig enthalten, weil das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium dafür und das SPD-geführte Umweltministerium dagegen war.

Mit der neuen Umweltministerin Svenja Schulze, die Mitglied der gentechnik-freundlichen Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Industrie ist, hat sich das Blatt gewendet: Erstmals seit Jahren stimmt Deutschland wieder für den Gentechnik-Import.

Das Europäische Parlament hat der Umweltministerin mit seinem heutigen Einspruch einen klaren Denkzettel verpasst.“

Mitdenken – mitmachen – mitentscheiden!

In den Rathäusern und Landratsämtern wird entschieden, ob es Vorfahrt für Bus, Bahn oder Auto gibt, ob Geld in ein Kinder- oder in ein Parkhaus investiert wird, und ob Abfall als Müll oder als wertvoller Rohstoff behandelt wird. Politik fängt in den Kommunen an – wo sonst?

Im Mai 2019 sind Kommunalwahlen in Baden – Württemberg. Sich im Ortschafts - Gemeinde - oder Kreistag zu engagieren ist eine sinnvolle und erfüllende Arbeit, die Spaß macht. Schon jetzt gibt es in vielen Gremien grüne KommunalpolitikerInnen, die Wert auf umwelt- und enkelverträgliche Entscheidungen legen.

Ein gutes Jahr vor den Kommunalwahlen laden die Grünen des Kreisverbandes Biberach am 18.04. um 20 Uhr in Webers Gaststube nach Mettenberg, Althof 10 ein, um von regionalen Kommunalpolitikern wie Elmar Braun, Anja Reinalter, Josef Weber und Silvia Sonntag zu erfahren, wie die Arbeit eines Ratsmitglieds aussieht. Nur wenn noch mehr grüne VertreterInnen zukünftig in den Gremien mitdenken, mitmachen und mitentscheiden haben wir die sozial- ökologische Politik, die das Leben in Städten und Gemeinden lebenswert macht.

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Politischer Aschermittwoch am 14. Februar 2018

Der Politische Aschermittwoch der Grünen in Biberach geht in die 23. Runde!

Unsere Rednerinnen und Redner sind für ihre klaren Worte bekannt: Wir freuen uns auf den ersten und einzigen grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, langjähriger Redner bei unserem Aschermittwoch.

Zum zweiten Mal in Biberach begrüßen wir die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Claudia Roth. Erstmals bei unserem politischen Aschermittwoch tritt der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir auf. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Grünen-Landesvorsitzenden Oliver Hildenbrand.

Los geht es am 14. Februar um 11 Uhr in der Stadthalle Biberach, Einlass ist spätestens ab10.30 Uhr. Jacken. Mäntel und größere Taschen müssen an der kostenlosen Garderobe abgegeben werden. 

MdL Petra Krebs bei den Biberacher Grünen

Die erste Kreismitgliederversammlung im neuen Jahr des Kreisverbandes Biberach, Bündnis90/Die Grüne, fand am 16. Januar zusammen mit der Landtagsabgeordneten aus Wangen, Petra Krebs, statt. Biberach ist der Betreuungswahlkreis der Wangener Landtagsabgeordneten Krebs, den sie gern als Nachbarwahlkreis mitbetreut. Krebs stellte ihre Arbeit im Landtag vor.

Als gelernter Krankenschwester liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit im sozialpolitischen Bereich. In der Gesundheitspolitik setzt sie sich dafür ein, dass die Menschen eine umfassende medizinische Versorgung in erreichbarer Nähe gewährleistet bekommen. „Das Thema ist im Wahlkampf viel zu kurz gekommen und ist vor allem im ländlichen Raum eine wichtige Herausforderung. Erst als ein junger Pfleger in einer Talkschau auftrat, hat die große Politik davon Notiz genommen.“ Der Pflegeberuf muss attraktiver werden, dazu gehöre neben der qualifizierten Ausbildung auch eine angemessene Bezahlung, was bei dem typischen Frauenberuf aber immer noch im Argen läge. Dass bei den Sondierungsgesprächen die gleiche Beitragsbeteiligung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt wurde, begrüßt Krebs.

Einen breiten Diskussionspunkt nahm die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs ein. „Wir sollten ein einfaches und reizvolles System haben, damit die Bürger auf ihr Auto verzichten können“, meinte ein Teilnehmer. Stadtrat Schmid berichtete vom Plan der Biberacher Grünen, das 1- Euro – Ticket einzuführen. Krebs sprach bevorzugt vom Mobilitätskonzept, denn gerade im ländlichen Raum müsse die Möglichkeit gegeben sein, regelmäßig in die nächste Stadt zu kommen. Deshalb habe die Landesregierung bis Jahresende die Einführung des attraktiven Baden- Württemberg- Tarifs geplant. Mit neuem Design sollen ansprechende Züge die Menschen zum Mitfahren locken. Obwohl die Grünen S21- Gegner waren, entkräftete Krebs den Vorwurf eines Teilnehmers, die Grünen würden ihre Ziele verraten. „Wir müsse den Volksentscheid akzeptieren und die Maßnahme umsetzen. Das ist Demokratie.“ 

Die Kreisgrünen besprachen außerdem Organisatorisches zu den anstehenden Veranstaltungen Glyphosat und dem grünen Aschermittwoch.

Misstrauen und Unverständnis der Bürger über die Verlängerung der Glyphosatzulassung

Weit über alle Erwartungen hinweg war der Besucherandrang zur Veranstaltung „Die Akte Glyphosat“, die von den Biberacher Kreisgrünen am 25.01.2018 im TG – Heim stattfand. Dr. Helmut Burtscher-Schaden, Autor des gleichnamigen Buches und die Grünen-Europaabgeordnete Maria Heubuch konnten Kritikern und Befürwortern unter den Besuchern Rede und Antwort stehen. Als Burtscher–Schaden seine Recherchen vorstellte wurde ersichtlich, dass die Behörden sich vom Hersteller mit verkürzten Untersuchungsergebnissen täuschen ließen. Burtscher nennt dies unumwunden wissenschaftlichen Betrug. "Es dürfe nicht sein, dass Studien nur in Teilen einsehbar seien", so der Autor. Er forderte Transparenz, damit Gefahren und Risiken nicht mehr durch die Verstrickung von Agroindustrie und Prüfinstituten heruntergespielt werden können. 

Heubuch betonte ihre Enttäuschung über Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der quasi im Alleingang die Zulassung von Glyphosat auf weitere fünf Jahre auf dem Rücken von Mensch und Umwelt zugelassen hat. 

Dabei betonte sie, keinen Landwirt an den Pranger stellen zu wollen. Aber sie appellierte, jeder müsse selbst mitdenken und verantworten, was er für die Zukunft mitentscheiden wolle. Dabei ginge es ihr nicht darum, Glyphosat zu verbieten und ein anderes Herbizid zuzulassen. Man müsse durch Aufklärung die Menschen zur Einsicht bringen, dass es bereits jetzt möglich sei, Böden auch ohne Totalherbizid zu bewirtschaften. Die Industrie mache vor, was die Politik nicht schaffe. Sie reagiere bereits mit neuen Maschinen, die für Landwirte eine Erleichterung in der Bodenbearbeitung bieten.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

Liebe Wählerinnen und Wähler, wir möchten uns ganz herzlich für Ihre Stimmen und Ihr Vertrauen in uns bedanken! Wir haben im Wahlkreis ein Zweitstimmenergebnis in Höhe von 11,3% bekommen und konnten damit unser Ergebnis im Vergleich zu den vorangegangenen Wahlen um mehr als zwei Prozentpunkte steigern. Vor allem aber auch das gute Abschneiden unserer Kandidatin Anja Reinalter, die mit 13,5% das Erststimmenergebnis steigern konnte, gibt uns Grund zur Freude. 

Mit großer Sorge sehen wir den deutlichen Rechtsruck in der Republik. Erstmals ziehen rund 100 Abgeordnete der AfD in den Bundestag, darunter viele offen Rechtsextreme. Gemeinsam mit den anderen demokratischen Parteien, der Zivilgesellschaft und den Medien gilt es nun, unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat zu verteidigen und miteinander für ein offenes und vielfältiges Deutschland einzustehen.

Grüne Politiker zu Besuch beim FEDDZ

Lautlos rollt Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag von Baden- Württemberg, über das Außengelände der Firma Feddz in Mittelbiberach. Der Spaß und die Faszination stehen ihm dabei ins Gesicht geschrieben. Begleitet haben ihn bei seiner Sommertour die Biberacher Bundestagskandidatin der Grünen Anja Reinalter, Petra Krebs, MdL (Grüne) vom Nachbarwahlkreis Ravensburg, Elmar Braun, grüner Bürgermeister in Maselheim und die Kreisvorsitzende der Biberacher Grünen, Cornelia Furtwängler.

Eine Milliarde Euro pro Jahr für den öffentlichen Nahverkehr, mehr Radwege, 6.000 Euro Kaufprämie und mehr Ladestellen für Elektroautos lautet die Investitionsoffensive, die in guter Zusammenarbeit mit der Industrie gelingen wird.

Gezielt hat sich Schwarz deshalb den Besuch des Familienbetriebes Schmitz vorgenommen. Das grüne Besucherteam ist beeindruckt von der Perfektion und Reife des Motorbikes, das Markus Schmitz entwickelt hat. Er ist ein Tüftler und Visionär und verkörpert das Bild des typisch schwäbischen Unternehmers.

Das Elektrokleinkraftrad sieht elegant aus, hat eine Reichweite bis 60km und fährt mit einer Geschwindigkeit bis zu 45km/h.  Den einen ist der Verkehr zu laut, den anderen zu leise. Kaum zu glauben, aber Elektroroller mit mehr als 50km/h müssen demnächst ein Geräusch eingebaut haben, damit sie von den Fußgängern besser wahrgenommen werden. Die Grünen sind auf dem richtigen Weg und könnten mit der raschen Verwirklichung der Elektromobilität geplagten Anwohnern von Ortsdurchfahrten Wohnqualität zurückbringen. In Zukunft fahren wir mit erneuerbaren Energien, sauber und abgasfrei mit emissionsfreien Autos, Bus, Bahn und Fahrrad durch lebenswerte Städte. Wenn ab 2030 alle Neuzulassungen von Fahrzeugen abgasfrei sein sollen, wird Deutschland darüber hinaus weiterhin beim Fahrzeugbau die Nase vorne haben.

Dass sich ein Umdenken in der Bevölkerung breit macht, merkt Schmitz an der steigenden Nachfrage für sein Feddz.

Agnieszka Brugger über Sicherheitspolitik

„Wir können nicht auf die Pause-Taste drücken“

Am 16.August war die Sprecherin für Sicherheitspolitik und Abrüstung sowie Obfrau im Verteidigungsausschuss der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Agnieszka Brugger zu Besuch in Biberach. Die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Ravensburg informierte sich zusammen mit der Bundestagskandidatin ihrer Partei, Anja Reinalter, für den Kreis Biberach und der Kreistagsabgeordneten Monika Koros-Steigmiller zunächst über die Arbeit im Weltladen.

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Frauenthemen im Landkreis

Am 15. August traf Anja Reinalter die vielfältig engagierte ÖDP-Politikerin Gudrun Diebold in Kirchberg an der Iller. Zusammen mit der vor allem in der Jugendarbeit tätigen Susanne Berger sprachen sie mit interessierten Frauen etwa darüber, „wie viel Mutter braucht ein Kind?“ und ob es nicht besser heißen müsse: „welche Bezugspersonen braucht ein Kind?“. Die Pädagogin Anja Reinalter plädiert dafür, Ganztagesbetreuung anzubieten, sie solle aber nicht verpflichtend sein. Schon deshalb, weil nicht jede Mutter eine Vollzeitbeschäftigung anstrebt oder auch findet. Sie befürwortet hingegen sehr ein gebührenfreies letztes Kindergartenjahr vor der Einschulung.

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Fraktionsvorsitzender Schwarz auf Sommertour

Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag von Baden- Württemberg, war bei seiner Sommertour zu Besuch in der Gemeinde Maselheim. Schwarz hört und sieht sich bei den Terminen im Land um und nimmt die Anliegen der Menschen mit ins Parlament. Begleitet haben ihn die Biberacher Bundestagskandidatin der Grünen, Anja Reinalter, und Petra Krebs, MdL (Grüne) vom Nachbarwahlkreis Ravensburg.

Elmar Braun, Bürgermeister in Maselheim, und sein Kollege der Nachbargemeinde Mietingen, Robert Hochdorfer, begleiteten die Besucher zur aufgelassenen Kiesgrube der Firma Rhöm. Die Bürgermeister sind stolz auf das gemarkungsübergreifende Projekt, das mit einem vorbildlichen Renaturierungskonzept aufwartet. Peter Rhöm, Präsident des  Industrieverbands Steine und Erden Baden-Württemberg, führte durch die neu entstehende Anlage.

Mit einem ökonomisch und ökologisch vertretbaren Folgenutzungskonzept hat die Firma Rhöm in den vergangenen Jahren sukzessive das Areal neu gestaltet. Dabei gefiel der grünen Delegation besonders die 3,5 ha große naturbelassene Seeanlandschaft, die das Zentrum des 30 ha Gebietes ausmacht. „Da hat sich die letzten Jahre viel getan“, meinte Schwarz im Hinblick auf aufgelassene Kiesgruben, die eben nicht immer vertragsgemäß renaturiert wurden. Dass die Zusammenarbeit mit den Gemeinden gut funktioniere bestätigten beide Bürgermeister.

Peter Rhöm versicherte, dass die 37 Ferienhäuser so erstellt würden, dass die Bewohner hier mit der Natur leben können, sie aber nicht gefährden würden. Rhöm legt Wert auf eine konventionelle Bauweise, erstellt durch heimische Handwerksbetriebe. Anja Reinalter äußerte zusätzlich den Wunsch, man könne die Häuser doch in Null- Energieweise bauen, das würde zum Gesamtkonzept passen.

Als weiter Idee hat der umtriebige Firmenchef den Bau eines Hotels mit Gastronomiebetrieb im Sinn. Schon seit 2006 produziert die Photovoltaik-Freilandanlage Strom mit einer Leistung von einem Megawatt. Ein Wildgehege entstand in einem aufgeforsteten Bereich und für den Biber wurde liebevoll ein „Biberwegle“ ausgeschildert. Aber Bürgermeister Braun bezweifelt, dass der sich nur auf diesem Pfad bewegt.

Energie-Gespräch in Maselheim mit Anja Reinalter

Der erste grüne Bürgermeister in Deutschland, Elmar Braun, hat Anja Reinalter zum Energie-Gespräch nach Maselheim eingeladen. Dort informierte sich die Grünen-Kandidatin zum Thema Energie. Denn die Gemeinde Maselheim im Landkreis Biberach pflegt ihren Ruf als Vorreiter in energetischer Hinsicht.

Mit seinen insgesamt 4500 Einwohnern steht Maselheim in Oberschwaben stets mit einem Fuß schon im Morgen: 1991 wurde Elmar Braun als erster grüner Bürgermeister Deutschlands ins Amt gewählt und bekleidet es bis heute. Beim Bau des neuen Rathauses vor 17 Jahren orientierte man sich an den neusten Standards. 2011 und 2016 erhielt die Gemeinde den European Energy Award. Und nach Photovoltaik und Wärmepumpen haben im letzten Jahr auch zwei Brennstoffzellen als neuste Energietechnologie in Maselheim ihren Betrieb aufgenommen.

Man geht besonders energetisch also nicht nur mit der Zeit – man versucht ihr sogar etwas voraus zu sein. „Maselheim soll eine Gemeinde mit Zukunft sein. Dazu gehört gerade in der heutigen Zeit, dass man sich mit Thematiken wie erneuerbaren Energien, modernen Technologien und Umweltauswirkungen auseinandersetzt. Nicht, weil das vom Gesetzgeber eingefordert wird, sondern weil wir erkannt haben, dass es richtig und wichtig ist, diese Dinge jetzt anzugehen”, so Elmar Braun.

 Der Bürgermeister und die engagierte dreifache Mutter Anja Reinalter kennen sich schon lange. So lag es quasi auf der Hand, sich in Sachen Energie in den eigenen grünen Reihen zu informieren. „Wir haben nur diesen einen Planeten und wir tragen die Verantwortung für eine moderne Klimapolitik und die von den meisten Menschen insgeheim erhoffte Energiewende. Wir müssen dringend aufhören auf Kosten unserer Welt zu leben und versuchen, das Spannungsfeld zwischen Ökologie und Erneuerbaren abzubauen“, erklärte Reinalter. Die Bodenhaftung dürfe man jedoch bei aller Zukunftsorientierung nicht verlieren. Auch die Wirtschaftlichkeit muss gewährleistet sein. Zwar ist man in Maselheim bereit zu investieren, doch die Kosten-Nutzen-Rechnung müsse aufgehen.

Die Digitalisierung von Arbeitswelt und Gesellschaft

Die Digitalisierung überrennt Gesellschaft, Unternehmen und jeden Einzelnen von uns mit unvorstellbarer Dynamik und Wucht. Während manche Auswirkungen in unserem Alltag sichtbar und spürbar sind, bleibt vieles andere vage und im Verborgenen. Das Bild eines Eisbergs beschreibt diese Situation treffend. Gesellschaft, Unternehmen und Individuen sehen v. a. das, was über der Wasseroberfläche zu erkennen ist. Das jedoch, was unterhalb des Wasserspiegels verbleibt, ist weitestgehend unbekanntes Land. Dieses unbekannte Land griff ein Vortrag von Prof. Dr. Bela Mutschler am 6.September im Gasthaus Burgen in Biberach auf.

Anhand vieler Beispiele zeigte der Laupheimer Bela Mutschler, was Digitalisierung HEUTE für Gesellschaft, Unternehmen und Individuen bedeutet. Ein Schwerpunkt des Vortrags waren dabei die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt, insbesondere die befürchtete technologische Arbeitslosigkeit. Auch Thesen dazu, was am Ende der aktuellen technischen Entwicklung steht, diskutierte Bela Mutschler. Eine Möglichkeit: Die so genannte technologische Singularität. Dies ist der Zeitpunkt, an dem Maschinen so intelligent werden, dass der weitere technologische Fortschritt nicht mehr vorhersehbar ist. Schon 1965 schrieb der Statistiker I. J. Good dazu: “Eine ultraintelligente Maschine sei definiert als eine Maschine, die die intellektuellen Fähigkeiten jedes Menschen, und sei er noch so intelligent, bei weitem übertreffen kann. Da der Bau eben solcher Maschinen eine dieser intellektuellen Fähigkeiten ist, kann eine ultraintelligente Maschine noch bessere Maschinen bauen; zweifellos würde es dann zu einer explosionsartigen Entwicklung der Intelligenz kommen, und die menschliche Intelligenz würde weit dahinter zurückbleiben. Die erste ultraintelligente Maschine ist also die letzte Erfindung, die der Mensch zu machen hat.”

Eine fast einstündige angeregte und spannende Diskussion beschloss den interessanten Abend.

Grüne im Kreis mit neuem Vorstand

Mit einem neu gewählten Vorstandsteam tritt der Biberacher Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes ein. Vertreten in dem Gremium sind bewährte und neue Gesichter: „Mit unserem neuen Vorstandsteam sind wir gut aufgestellt. Nicht nur inhaltlich decken wir damit ein breites Spektrum ab, auch die verschiedenen Regionen im Kreis sind gut vertreten.“, freute sich Sprecherin Cornelia Furtwängler nach der Wahl. 

Begonnen hatte die Jahreshauptversammlung mit einem Tätigkeitsbericht des bisherigen Vorstandes. Cornelia Furtwängler konnte den Mitgliedern dabei berichten, dass im vergangenen Jahr zahlreiche interne, vor allem aber auch öffentli

che Veranstaltungen durchgeführt wurden. Höhepunkt des Jahres war der politische Aschermittwoch mit über 1000 Besuchern: „Nach wie vor ist dies damit die größte derartige Veranstaltung der Grünen,“, so Furtwängler. Erfreulich sei auch, dass die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr gestiegen sei.

Im Anschluss waren die Mitglieder dazu aufgerufen, das neue Vorstandsteam für die nächsten beiden Jahr zu bestimmen. Cornelia-Furtwängler, Robert Wiest und Michael Gross wurden in ihren Ämtern bestätigt. Bundestagskandidatin Anja Reinalter, Andreas Walz und Dietmar Bammert komplettieren das Gremium. Als Beisitzer werden Alina Welser, Sabine Kahle und Miche Schick den Vorstand unterstützen. 

Im Bild zu sehen (von links nach rechts): Anja Reinalter, Robert Wiest, Michael Gross, Andreas Walz, Alina Welser (Beisitzerin), Dietmar Bammert, Cornelia Furtwängler, Miche Schick (Beisitzer); nicht im Bild: und Sabine Kahle (Beisitzerin)

Alina Welser im Landesvorstand der Grünen Jugend

Die 19-jährige Mittelbiberacherin Alina Welser wurde als jüngstes Mitglied bei der Landesmitgliederversammlung in Aalen in den Landesvorstand der Grünen-Jugend Baden-Württemberg gewählt. Dort sind in Baden-Württemberg über 900 junge Menschen organisiert.

In ihrer Bewerbungsrede setzte sich Welser vor allem für Chancengerechtigkeit in Deutschland und mehr Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern ein: „In diesen zwei Bereichen kann in Deutschland noch viel getan werden. Schaut man sich die ungleiche Vermögensverteilung an, ist Deutschland auf dem letzten Platz in Europa. Das darf nicht so bleiben.“ Im Landesvorstand der Jugendorganisation der Grünen möchte Sie sich außerdem für eine Reduzierung des Plastikmülls und des CO2-Ausstoßes einsetzten.

„Wir haben nur eine Erde. Ich kämpfe für ein Leben im Einklang mit der Natur, damit das Leben für zukünftige Generationen noch lebenswert ist.“, so Welser. Für die Bundestagswahl wünscht sie sich eine hohe Beteiligung der Jungwähler, die ihre demokratischen Rechte nützen.

Unterschriftenlisten gegen Glyphosat sind ein voller Erfolg

Die Unterschriftensammlung der Grünen gegen die Neuzulassung des Umweltgiftes Glyphosat auf den Wochenmärkten in Biberach, Riedlingen und in Bad Buchau waren ein großer Erfolg. Fast 300 Unterschriften sind zusammengekommen. Anja Reinalter, Bundestagskandidatin der Grünen, ist sich sicher: „Wir knacken europaweit bis Monatsende die notwenige Million und können damit die Europäische Kommission auffordern, das europäische Recht zu ändern.“

Viele Leute kamen gezielt zu den Ständen, um die Aktion der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) zu unterstützen. Fast 40 europäische Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheits-Organisationen beteiligen sich an der Initiative. „Da hat sich im Bewusstsein der Menschen in den letzten 20 Jahren viel geändert“, sagt die Kreisvorsitzende der Grünen, Cornelia Furtwängler, und erinnert sich an den vergeblichen Antrag ihrer Partei vor vielen Jahren, den Herbizideinsatz am Öchslegleis zu verbieten.

Der Ökolandwirt und grüne Kreisrat Josef Weber stand mit am Informationsstand und war ein gefragter Gesprächspartner der immer wieder erklärte, wie tot ein mit Glyphosat behandelter Boden ist. Kein Käfer, kein Wurm würde in dieser Erde krabbeln: "Kein Wunder, wenn da das Ökosystem aus den Fugen gerät. Ein gesunder Boden ist die Basis meiner Arbeit als Bauer.“ Im Internet unter https://stopglyphosate.org/de ist der aktuelle Stand der Unterschriftensammlung zu finden. Wer noch unterschreiben möchte, kann dies dort online vornehmen. Das Europäische Parlament wird über die Wiederzulassung vermutlich im Juli entscheiden.

Die Grünen starten in den Wahlkampf

Die Bündnis 90/Die Grünen im Kreis starten mit den Vorbereitungen für den Wahlkampf zur Bundestagswahl am 24. September. Um einen möglichst effektiven und am Schluss auch erfolgreichen Wahlkampf  zu organisieren, laufen ab sofort alle Fäden bei einem siebenköpfigen Wahlkampfkomitee zusammen.

Das Komitee wird durch weitere wahlkampferfahrene Mitglieder aus dem Kreisverband ergänzt. Diese trafen sich am vergangenen Sonntag zu einer ersten Sitzung zusammen mit Mitarbeitern des Landesverbands vom Bündnis 90/Die Grünen in Stuttgart. Dabei konnte das Team um die Bundestagskandidatin Anja Reinalter wertvolle Erfahrungen austauschen und Strategien erarbeiten. Es geht um die drei Themenfelder "Frei leben können", "Umwelt schützen", "Ideen für ein gutes Morgen".  

Gleichwohl die Grünen hohe Kompetenzen auf allen politischen Feldern vorweisen können, stehen sie dafür, dass sich alle Politikfelder, wie z.B. die Wirtschafts-, die Sozial oder die Verkehrspolitik, am ökologisch Sinnvollen und Vertretbaren ausrichten müssen. Wie hierzu innovative, nachhaltige und am Menschen ausgerichtete Konzepte aussehen können, dazu möchten Anja Reinalter und die Grünen im Kreis in den nächsten Monaten vor der Wahl mit den Bürgern ins Gespräch kommen. 

Politischer Aschermittwoch 2017

Es ist bereits die 22. Auflage: Auch 2017 fand der traditionelle Politische Aschermittwoch der Grünen wieder in Biberach statt. Aus ganz Baden-Württemberg kamen die Gäste, um dem Hauptredner Ministerpräsident Winfried Kretschmann in der mit rund 1.100 Zuhörern gut gefüllten Stadthalle zu lauschen.

Die Reden von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, unserer Spitzenkandidatin Kerstin Andreae, dem Bundestagsabgeordneten Harald Ebner und unserer Landesvorsitzenden Dr. Sandra Detzer sowie unserer Kandidatin zur Bundestagswahl, Anja Reinalter, können unter folgendem Link nochmal angeschaut werden:

Politischer Aschermittwoch 2017

Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt - MdB Franziska Branter informierte beim Besuch in Biberach

Die Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, Franziska Brantner, war zu Gast im Kreis Biberach. Am Mittag traf sie sich mit dem Leiter der Caritas in der Region Biberach, Peter Grundler, und Josef Thanner, Fachleiter integrierte Hilfen für Familien, um sich über die Situation sozial benachteiligter Kinder im Kreis zu informieren.

Abends luden die Grünen zum Gesprächsimpuls mit Diskussion ein. „Ein Fünftel unserer Kinder sagen laut der neuesten World Vision Studie: Ich gehöre nicht dazu!“, begann Brantner ihren Vortrag. Damit drückten diese Kinder ein Benachteiligungsgefühl aus, das für ein reiches Land beschämend sei. Aber die Schere der Ungleichheit zwischen Arm und Reich sei weit offen und träfe zuerst die Kinder. Und der Satz Reichtum vererbt sich, lasse sich mehr denn je ergänzen mit: Armut auch. Inzwischen studierten 70% der Akademiker- und Mittelschichtskinder, aber nur noch 17% aus der Arbeiterschicht. Deshalb müsse Geld in gute Kinderbetreuung investiert werden.

Dabei seien weniger Gruppengrößen für den Erziehungserfolg entscheidend, als viel mehr gutes und differenziertes Personal. Brantner stellte ein Elternzeitmodell vor, wie es in Skandinavien praktiziert wird. Von insgesamt 24 Monaten Elternzeit bekämen Väter und Mütter je acht Monate. Die restlichen acht Monate könnten sich Eltern oder Großeltern teilen. Dass Kinder in unserer ländlichen oberschwäbischen Region ebenso Bewegungsmangel, Überbehütung durch Elternhäuser, aber auch zu eng getaktete Tagesabläufe haben, wie Brantner dies von den Großstadtkindern aus Berlin kennt, bestärkte die Abgeordnete in ihrer Idee, für Eltern Erziehungshilfen anzubieten. Denn Studien belegen, dass Eltern sich in der Erziehung zunehmend verunsichert fühlten und Hilfe annehmen würden, sofern es Angebote gäbe.

Das Konzept der Grünen wäre ein Beratungsangebot, das die werdenden Eltern so selbstverständlich in Anspruch nehmen könnten, wie die Vorsorgeuntersuchung in der Schwangerschaft. Die Elternschulung wäre beim Frauenarzt angedockt und sollte beiden Elternteilen angeboten werden. Da unter den Gästen viele Fachleute waren, kam es zu einem interessanten Austausch. So berichteten Tagesmütter, dass ihrer Organisation eine Finanzierungskürzung von 25% anstehe. Bei fehlenden Kinderbetreuungsangeboten konnte das von den Anwesenden nicht verstanden werden. Erfreulich ist, dass die Regierung von Baden - Württemberg tags darauf die Gelder weiterhin bewilligte.

Anja Reinalter kandidiert zur Bundestagswahl

Anja Reinalter ist die Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Biberach zur Bundestagswahl 2017. Die 46-jährige Diplompädagogin setzte sich in der Nominierungsversammlung durch und freut sich nun auf den kommenden Wahlkampf. „Ich möchte den Grünen in Oberschwaben eine starke Stimme geben“, kündigte Reinalter an.

Als Biberacher Kreisrätin sowie Stadträtin in Laupheim sammelte die Mutter von drei Kindern bereits einiges an kommunalpolitischer Erfahrung, die sie nun im Bundestagswahlkampf einbringen möchte.

Neben Schwerpunkten in Familien- und Bildungspolitik plädiert Anja Reinalter auch für ein gemeinsames und weltoffenes Europa: "Ich sage mit Nachdruck nein zu rechtspopulistischer Politik und ja zu unseren demokratischen Werten und zu Europa - weil es insbesondere darum geht Frieden zu sichern!". 

Ja zu Europa – Mut zur Veränderung“ Diskussionsabend der Oberschwabengrünen

Wofür steht Europa heute? Wie steht es um die Solidarität in der Union? Was bedeutet es für das Friedensprojekt, wenn in fast allen Mitgliedsländern Rechtspopulisten auf dem Vormarsch sind? Diesen und weiteren Fragen stellten sich die Europaabgeordnete Maria Heubuch und die Bundestagsabgeordnete Agnieszka Brugger beim Diskussionsabend der Oberschwabengrünen „JA zu Europa – Mut zur Veränderung“.

Mit Eugen Schlachter diskutierten die Politikerinnen vor interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern in Aulendorf und stellten „Grüne Ideen für unser Europa“ vor. Mit bewussten Provokationen stieg der Moderator in die Diskussion ein: „Die EU ist doch im Bewusstsein der meisten Menschen nur eine Institution mit aufgeblasener Bürokratie, dunklen Hinterzimmern und schwer durchschaubaren Prozeduren.“

Maria Heubuch konterte hier deutlich: „Klima, Armut, Fluchtursachen, Steuergerechtigkeit, Menschenrechte, Landwirtschaft und Wirtschaft – das sind Themen, die wir nationalstaatlich gar nicht mehr lösen können.“ Agnieszka Brugger gibt in diesem Zusammenhang zu bedenken: „Wir erleben eine junge Generation, die gar nicht mehr in nationalen Grenzen denkt. Das haben wir auch der EU und ihren offenen Grenzen zu verdanken. Das  wird viel zu schnell für selbstverständlich gehalten.“

Dem stimmte auch Maria Heubuch zu, die einem „zurück zu den Nationalstaaten“ eine klare Absage erteilte. Brugger gab außerdem zu bedenken: „Die europäischen Staaten haben alleine gar nicht mehr die Möglichkeit, die zentralen Herausforderungen zu lösen und auch in ihrer Nachbarschaft Frieden und Sicherheit zu befördern.“

Die beiden grünen Abgeordneten setzen sich auf europa- wie bundespolitischer Ebene für ein Europa ein, das demokratischer, sozialer und bürgernäher sein soll. Denn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abends waren sich einig: in dem Friedensprojekt Europa liegt unsere Zukunft, es bedeutet für alle Menschen mehr Freiheit und mehr Gerechtigkeit.

Mit der Veranstaltung in Aulendorf soll „Oberschwabengrün“ neu Fahrt aufnehmen. Grüne Kreis- und Ortsverbände von Ulm bis an den Bodensee haben sich hier zusammengeschlossen, um sich in der Region politisch zu vernetzen. 

Grüne Jugend wählt Vorstand

Seit knapp sechs Monaten ist der Kreisverband der Grünen Jugend in Biberach wieder aktiv. Bei der Jahreshauptversammlung wurde nun ein neuer Vorstand gewählt. David Thomanek aus Biberach und Alina Welser aus Mittelbiberach bilden die neue Doppelspitze. Des Weiteren wurden Dominik Heidger (Biberach), als Geschäftsführer und Marlene Hilber (Biberach), als Beisitzerin in den Vorstand berufen.  „Wir freuen uns auf unsere neue gewonnene Aufgabe und gehen voller Erwartungen ins neue Jahr“, kündigt Welser an.

„Wir wollen unsere Zusammenarbeit mit den Altgrünen stärken und hoffen auf eine Wiedergründung des Ring politischer Jugend in Biberach“, so der neue Vorsitzende David Thomanek. Voraussetzung für dieses Vorhaben wäre aber, dass mindestens drei Biberacher Jugendparteien diesem beitreten. Und dies sei laut der Grünen Jugend derzeit noch eine große Baustelle.

Auch die Altgrünen in Biberach gratulieren der Grünen Jugend Biberach und freuen sich auf einen gemeinsamen Bundestagswahlkampf 2016. „Endlich gibt es wieder eine Jugendpartei“, betont Kreisvorstand Michael Gross, „wir im Kreisvorstand freuen uns bereits auf neue Impulse und Sichtweisen“.

Die Grüne Jugend Biberach freut sie sich gerne über neue Mitglieder. Auf der Seite www.gj-biberach.de finden Sie dazu mehr Informationen.

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